Beiträge von Zirfeld

    Hi touringo,


    Meine Limo ist grundsätzlich besser erhalten als der Caravan bevor ich anfing. Allerdings gibt es 3 Stellen, die mir Kopfzerbrechen machen und die beim Caravan vollkommen intakt waren. Zum einen wären da die Seitenschweller und zwar die Innenseite unterhalb des Bodenbleches in Höhe der B- Säulen. Die sind beidseitig durch, nach erster Einschätzung jeweils ca. 10 Quadratzentimeter, was aber natürlich in der Praxis meist deutlich nach oben korrigiert werden muss.


    Da kommt man aber recht gut dran, also Neuland zwar, aber nichts weltbewegendes.


    Die dritte Stelle hat es in sich!


    Der Längsträger vorn links ist durchgerostet. Genau dort, wo der Querträger (Wagenheberaufnahme) an den Längsträger anschließt. also wird das Loch durch den Querträger abgedeckt und ist nur durch die Entwässerungslöcher sichtbar. Der Querträger selbst ist perfekt und auch der Längsträger drumherum.


    Da kommt man normal überhaupt nicht dran.


    Habe mir 2 Reparaturmöglichkeiten überlegt. Zum einen könnte man die Schweißpunkte des Querträgers aufbohren, den Querträger entfernen und dann mit freien Zugang den Längsträger sanieren. Ist aber nur mit Hebebühne machbar, aber auch dann etwas riskant, da ein Omega ohne Querträger auf der Bühne möglicherweise zum Verzug neigt.


    Ich spiele daher mit dem Gedanken, da von oben ranzugehen. Da das Gestühl, die Konsole und der Teppich samt Dämmmaterial sowieso raus sollen (bzw. teilweise schon sind) könnte ich doch das Bodenblech über der Schadenstelle auftrennen und den Längsträger ganz bequem von oben verarzten und anschließend das Bodenblech wieder einzuschweißen. Ich gebe zu, etwas unkonventionell...aber immerhin hätte man bei der Arbeit ein Dach über dem Kopf, in Anbetracht der Jahreszeit sicher vorteilhaft....




    Der Zirfeld

    Moin mk motorenteile


    Insoweit sind deine Rechnungen korrekt. Allerdings gibt es den Begriff "Leergewicht" nicht mehr. Er wurde durch den etwas sperrigen Begriff " Masse des in Betrieb befindlichen Fahrzeugs" ersetzt. Dies bedeutet ein betanktes Fahrzeug inclusive Fahrer. Du kannst also zu deiner Nutzlast nochmal die Masse eines EU Durchschnittsbürgers dazu rechnen.


    @ touringo


    Bei knapp 2 to am Omega Haken würde ich sowieso raten, äußerst piano zu fahren, auch mit einem 100 km/h Hänger. Ich spreche da aus Erfahrung, habe mal mit einem Senator B (24V) einen Diplomat aus Norddeutschland ins Badische überführt. Bei 80 auf dem Mäusekino fing die Fuhre mächtig an zu tänzeln.....


    Der Zirfeld

    Hi touringo


    ja das stimmt, wobei es allerdings scheint, dass es Unterschiede zwischen der Limo und dem Caravan gibt. Wo die genau liegen werde ich demnächst herausfinden - ich fange kommendes Wochenende meine 98er Limousine an. Da ich den Wagen nicht unbedingt brauche (ist abgemeldet), werde ich da etwas anders rangehen als beim Caravan, der ja eine rollende Baustelle war und am jeweils nächsten Morgen einsatzbereit sein musste. Bei der Limo werde ich viel mehr zerlegen, auch mal neue Reparaturpraktiken ausprobieren und tiefer in die Substanz eindringen. Ich werde berichten.


    Mein Caravan, der ja eigentlich als Übergangs- Resttüv- und später Schlachtauto gedacht war, hat übrigens vor 4 Wochen frischen Tüv bekommen. Außer den beschriebenen Blecharbeiten habe ich ihm eine neue Bremsanlage (Scheiben und Beläge + Handbremse) gegönnt, ein Türfangband, das MID und ein Radlager repariert. Der Ommi hat nun keinen Reparaturstau mehr.


    Er hat es mit bisher 20.000 sehr entspannten Kilometern gedankt. Sein größtes Plus war aber in diesem Sommer (hier im badischen gab es 40 Tage Dauerhitze) seine perfekt funktionierende Klimaautomatik. Das ist selten in der Portokassen Preiskategorie...


    Möchte ihn nicht mehr missen, den Caravan.


    Der Zirfeld

    Moin OmegaXtrem


    Ich ticke da etwas anders. Ich möchte meine Ommis etwas länger (möglichst bis in den Oldtimerstatus) erhalten. Dabei ist es sehr nützlich, wenn man sich vorher in die Technik einarbeitet und das allermeiste selbst in den Griff bekommt.


    Die Zeit der billigen Ersatzteile wird spätestens dann enden, wenn der Nachschub an Schlachtwagen mangels Masse ausfällt. Dies wird ziemlich bald der Fall sein. Der Senator und auch die Omega A machen es gerade vor. Dann werden unweigerlich die Preise steigen und Sachkenntnis (wie kieg ich denn nun das wieder hin) wird sich in barer Münze auszahlen.


    Der Zirfeld

    Ich hab mal 6 Quadratmeter zerzinktes Stahlblech in einem Rekord C verbaut. Da kam ich auch vom hundertsten ins tausendste. Irgendwann musste ich eingestehen, dass es normal so nicht geht und ich habe den Wagen komplett zerlegt.


    Die Achsen lassen lassen sich sowieso leichter überholen, wenn sie auf dem Tisch liegen.


    Ich habe dann ein Gestell gebaut und die leere Karosse seitwärts hochkant in die Werkstatt gestellt. Da kann man fein auf einem Stuhl sitzen und am Unterboden arbeiten. Habe alles bis aufs blanke Blech abgeschliffen, und wo es nicht blank war, neu gebaut - auch Längs und Querträger. Anschließend eine neue Lackierung aufgebaut, wobei der 2 Komponenten Zink Epoxy Primer eigentlich aus dem Bootsbau kam und für Stahlboote in Salzwasser gedacht war. Zuletzt bekam dann der Unterboden eine Lackierung in Wagenfarbe (Monzablau)


    Mit überholten oder neuen Komponenten wieder zusammen gebaut sah der C wie neu aus und beim Tüv gab es eine Betriebsversammlung in der Grube. Jeder wollte mal gucken, aber geklopft oder gebohrt hat keiner....


    Der Zirfeld

    Thankx Andy


    Ich muss aber zugeben, solche Sachen machen mir Spaß und dienen auch der Entspannung. Wirklich hoffnungslos abgeschriebene Fälle sind da schon eher der Kick.......


    Der Zirfeld

    Moinmoin


    Eigentlich wollte ich ja nur etwas Kosmetik betreiben. Ich hatte vor einiger Zeit ein Blech in die vordere untere Ecke der linken hinteren Seitenwand eingesetzt (die übliche Stelle) und wollte nun beilackieren. Da dabei natürlich zwischen den Arbeitsgängen Wartezeiten entstehen, habe ich beschlossen, zwischenzeitlich eine zweite vermeintlich kleinere Baustelle zu eröffnen. Über der Gummidichtung der hinteren linken Tür war ein Rostfleck. War, soweit sichtbar, nur oberflächlich. Da der Rostfleck aber offensichtlich unter der Dichtung in Richtung Schweller weiterging, habe ich die Stelle frei gelegt und das Umfeld demontiert.


    So fing viel Arbeit an!


    Unter der Plastikverkleidung lauerte ein faustgroßes Loch, was für gut 5 Stunden Arbeit sorgte. Und die Beilakierung des Seitenteiles habe ich auf nächstes WE verschieben müssen...

    Moinmoin Skorpi@n


    Habe mal zusammengeschrieben, wie ich es seinerzeit gemacht habe.


    Reparaturanleitung
    Multiinformationsdisplay (MID) Opel Omega VFL


    Zuerst muss das MID natürlich ausgebaut werden und das geht so:


    Die beiden mittleren Lüftungswalzen oberhalb der Mittelkonsole ausbauen. Sie sind nur
    eingeklipst und lassen sich mit einem Schlitzschraubendreher leicht heraushebeln. Dahinter kommen 2 Schrauben zum Vorschein, die gelöst
    werden müssen. Der Rahmen der Lüftungswalzen kann nun entnommen
    werden und links davon wird eine der beiden Schrauben des
    Instrumententrägers sichtbar. Lösen.


    Nun muss die Lenksäulenverkleidung demontiert werden. Dazu das Lenkrad 90° nach
    links drehen, wobei links in der Verkleidung eine abgedeckte
    Kreuzschraube sichtbar wird. Losdrehen. Dann das Lenkrad 180° nach
    rechts und die Schraube auf der rechten Seite wird frei. Auch losdrehen.


    Nun kann der obere Teil der Lenksäulenverkleidung abgenommen werden.


    Bei Fahrzeugen mit höhenverstellbaren Lenkrad gibt es noch eine weitere Abdeckung
    direkt unter dem Instrumententräger. Auch abschrauben, Abdeckung entfernen.


    Nun kommt die zweite Schraube des Instrumententrägers frei, die sich oberhalb der Lenksäule befindet. Auch lösen.


    Der Instrumententräger ist nun frei und kann etwas vorgezogen werden, so das man von der rechten
    Seite dahinter langen kann um den (die) Stecker des MID zu ziehen. Vor Modelljahr 98 sind es 2, ab Modelljahr 98 nur noch einer.


    Der Instrumententräger kann nun entnommen werden. Über alle anderen Steckverbindungen braucht
    man sich keine Gedanken zu machen, sie laufen über einen zentralen Steckverbinder, der automatisch passt.


    Das MID ist mit 4 kleinen Schrauben am Instrumententräger befestigt, aber vorher muss die
    rückwärtige Abdeckung des MID entfernt werden. Sie ist nur geklipst, aber Vorsicht die Laschen brechen leicht.


    Nun liegt das MID auf dem Tisch. Zur weiteren Demontage müssen die 3 Lötpins sauber mit einer
    Entlötpumpe entlötet werden (nur Lötkünstler schaffen dies freihand). Die 3 Kontaktpins sind auf Bild 1 im Vordergrund zu
    erkennen. Die 5 kleinen Plastikhaken müssen vorsichtig zurück gedrückt werden, damit die Platine freikommt. Aber noch nicht groß
    bewegen! Vorher muss noch der Silikonring entfernt werden, der Platine und LCD Display auf dem Montagerahmen fixiert.


    Nun wir es ernst.


    Platine und LCD Display sind durch eine flexible Flachbahnleitung verbunden. In Prinzip eine
    Kunststofffolie mit aufgedampften Leiterbahnen. Die Folie ist geklebt und diese Klebung sollte unter keinen Umständen gelöst werden, da
    sie die Teile fixiert. Im Bereich der Kontaktflächen gibt es natürlich keine Klebung, die Kontakte werden einfach durch den
    oben genannten Silikonrahmen zusammen gedrückt, wobei es wichtig ist, dass die genannten 5 Plastikhaken ordentlich einrasten und dem Druck standhalten.


    Das Problem beim Omega MID Display besteht eigentlich darin, dass der Silikonrahmen im Laufe der
    Jahre gestaucht wird und keinen ausreichenden Kontaktdruck mehr herstellen kann. Pixelfehler sind die Folge.


    Ich habe daher ein zusätzliches Silikonband (Durchmesser 2,5mm) in die Nut unter der Kontaktfläche gelegt, um den Kontaktdruck wieder zu erhöhen. Dabei muss allerdings sicher gestellt sein, dass die 5 Plastikhaken ordnungsgemäß in der Platine einrasten. Eventuell also unterfüttern
    und fixieren.



    Einbau in umgekehrter Reihenfolge. Probleme mit dem MID habe ich seither nicht mehr.




    Der Zirfeld


    P.S. Die im letzten Bild erkennbar defekte Hintergrundbeleuchtung habe in in der Zwischenzeit natürlich auch ersetzt.